Responsive Design Grundlagen

Responsive Design ist ein Begriff, der in letzter Zeit immer häufiger zu hören ist, wenn es um Webdesign und WordPress Themes geht. Im Gegensatz zu vielen andern Dingen ist Responsive Design jetzt kein Hype, der bald vorüber ist, sondern eine Technik, die sich immer mehr durchsetzt. Bei neuen Websites im professionellen Bereich wird es wohl kaum mehr eine Website geben, die auf Responsive Design verzichtet. Doch auch im privaten Bereich nutzen immer mehr Webmaster diese Technik für ihre Blogs.

smartphonesWarum braucht man diese Technik?
Es zeigt sich, dass sich das Nutzerverhalten sich in den letzten Jahren massiv geändert hat. Während früher die Leute hauptsächlich per PC und Notebook im Internet gesurft haben, sind es heute kleine Smartphone-Bildschirme, die die Webseiten darstellen. Früher konnte man sagen, dass eine Website mit 800 Pixel Breite ideal war. Einen 14-Zoll-Monitor füllte das zu 100% aus, und auch bei einem 17-Zoll-Monitor war nur ein schmaler Streifen frei. Nun wurden die Bildschirme großer und das Mindestmaß stieg auf 1024×768 Pixel. Auch das hat lange Zeit gut gepasst. Doch heute kann man nicht mehr vorhersagen mit welchem Bildschirm jemand surft. Hat man nun eine Website, die für eine Breite von 1.024 Pixeln optimiert ist sieht der Besucher mit einem Smartphone entweder nur 1/4 der Breite oder die Website ist so winzig klein, dass er nichts erkennen kann. Zwar lassen sich Bereiche zoomen, aber das ist nervig und das macht kein User lange mit. Statt dessen sucht er eine Alternative im Web. Und auf einem großen Bildschirm wird viel Platz verschenkt. So kann es also nicht weiter gehen – die Lösung steckt im responsive Design.

Responsive DesignWas ist Responsive Design?
Hinter dieser Technik steckt eigentlich nur die Funktion, dass sich das Layout der Website abhängig vom Endgerät des Betrachters ändern kann. Während man auf einem großen 24-Toll-Monitor eine großzügige Gestaltung mit großen Bildern erwartet, ist dieses Layout auf einem kleinen Smartphone völlig deplatziert. Man müsste Scrollen nur um sich ein Bild mit einer Breite von 800 Pixeln ansehen zu können. Viele Menüs und Funktionen würde der Besucher gar nicht finden. Beim responsive Design nun erkennt der Browser, wie groß das Display ist, und ändert die Darstellung entsprechend ab. so werden Bilder verkleinert, und eher nebensächliche Elemente einfach ausgeblendet. Die Schriftgröße bleibt angenehm lesbar.

Nachteile von starrem, fixem Design
Verlassen nun Besucher eine Website so hat man nicht nur weniger Zugriffe, sondern das ganze wirkt sich auch auf das Ranking in den Suchergebnissen aus. Google stuft die Website schlechter ein, weil die Besucher diese ja fluchtartig verlassen haben. Das führt dazu dass auf Ihre Website im Laufe der Zeit weniger Besucher kommen. Ein weiterer Nachteil ist, dass man den Platz auf großen Bildschirmen auch nicht optimal nutzt, weil man ja auf eine bestimmte Breite hin optimiert. Und auf einem Bildschirm mit 1.920 Pixeln Breite ist mit 800 oder 1.024 Pixeln Breite viel Platz verschwendet. Wobei man sagen muss, dass man große Bildschirme mit einer Website nicht völlig füllen muss. den großen Bildschirm nutzt an ja in der Regel so, dass man mehrere Fenster nebeneinander hat.

Kosten für Responsive Design
Bei klassischen Webseiten entstehen tatsächlich Kosten, da der Webdesigner zwar keine neuen Design entwirft, aber das bestehende Design anpassen muss. Die Preise dafür werden aber in Zukunft sinken, wenn die Werkzeuge da einen Teil der Arbeit abnehmen. Eine coole Sache ist dabei WordPress. Hier bedeutet responsive Design in der Regel keine Mehrkosten. Die Technik gilt als USP. Ein profesionelles Theme mit RD verkauft sich einfach besser als eines ohne. Auch kostenlose Themes gibt es, die die Technik beinhalten, aber nachdem die Designer hier nichts verdienen wird die Innovation eher zurückhaltend genutzt.

Update:
Responsive Design ist mittlerweile Rankingfaktor

Nach den letzen Google Updates ist klar, dass Responsive Design nicht nur über die User Experience zu schlechteren Rankings führt, da die Absprungrate steigt. Man kann deutlich beobachten, wie Seiten, die keine angepasste mobile Version ihrer Seite anbieten in den Suchergebnissen nach hinten fallen. das macht sich umso mehr bemerkbar bei Seiten die sehr gute Platzierungen haben. Der Rückgang der Besucherzahlen beträgt teilweise bis zu 30 Prozent. Nachweisen lässt sich das über die Webmaster Tools. Doch die Abhilfe ist ebenso einfach. Wer seinen Blog mit einem Plugin wie WP Touch nachrüstet ist auf der sicheren Seite. Allerdings dauert es eine gewisse Zeit bis Google die Änderungen übernimmt und die Rankings wieder steigen.

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