WordPress installieren

WordPress ist wohl das mit Abstand beliebteste Content-Management-System für kleine und mittlere Webauftritte. Es bietet viele Vorteile und kann mithilfe zahlreicher Plug-ins und Themes nahezu beliebig individualisiert werden. Selbst kleine Online-Shops und Foren lassen sich realisieren, Online-Magazine und Photo-Blogs sowieso. Jedoch sollte WordPress nicht vorinstalliert ausgewählt werden.

Damit können etliche Nachteile entstehen, die dann zeitaufwendig behoben werden müssen. Nachfolgend erklären wir schrittweise das individuelle WordPress installieren inklusive dem Einrichten der Datenbank sowie dem Zuweisen des Root-Verzeichnisses.

Besser kein vorinstalliertes WordPress

WordPress-Installationen können vorinstalliert bei einigen Webhostern erworben werden. Aber auch die halb-automatische Installation über ein Installations-Skript ist verbreitet. Bei komplett vorinstallierten WordPress-Installationen ist die verwendete WordPress-Version meist schon etwas veraltet. Zudem können verschiedene Plug-ins installiert sein. Ein einfaches Updaten zur aktuellen Version kann dann schon mit erheblichen Problemen verbunden sein. Das gilt dann, wenn diese Plug-ins, die mit installiert wurden, noch nicht vom Entwickler an neue Versionen angepasst wurden. Im schlimmsten Fall kommt eine 404-Fehlermeldung und WordPress lässt sich nicht mehr öffnen.

WordPress installieren: immer in der nativen Spreche wählen, in der später geschrieben wird

Gerade für diejenigen, die zum ersten Mal mit einer Anwendungsinstallation auf dem Server zu tun haben, kann das schnell zum Buch mit sieben Siegeln werden. Ohne fremde Hilfe oder erneutes WordPress installieren gibt es oft keinen Ausweg mehr. Bei der halb automatischen Installation kann es vorkommen, dass die native Sprache der WordPress-Anwendung englisch ist, aber eben Deutsch benötigt wird.

Die original deutschen WordPress-Installationen weisen aber einige Besonderheiten auf. Beispielsweise wandeln sie bei der Verwendung von Permalinks (URL-Seiten-Links beispielsweise mit Kategorie und Artikel-Titel anstelle von einem Zahlencode) Umlaute zu „ue“, „oe“ oder „ae“ um, aus dem scharfen „S“ wird automatisch ein Doppel-S. Bei einer englisch-nativen Installation kann es hier Fehler geben, die sich negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken. Aus „ä“ wird lediglich „a“, aus dem scharfen S ein einfaches „S“. Nun geht es in den folgenden Schritten an das WordPress installieren:

– FTP-Programm auswählen und einrichten
– Datenbanken einrichten
– WordPress in der gewünschten Sprache herunterladen und entpacken
– WordPress über das FTP-Programm auf das gewünschte Verzeichnis hochladen
– WordPress installieren

FTP und Datenbank einrichten

Vor dem eigentlichen WordPress installieren sollte die Domain auf dem Webspace eingetragen werden. Meist ist sie bereits vorinstalliert und das Root-Verzeichnis ist das Index-Verzeichnis (index.php) der Domain. Soll WordPress in einem Unterverzeichnis erstellt werden, muss dieses erst angelegt werden. Dazu ist es bereits jetzt sinnvoll, ein FTP-Programm herunterzuladen. Im Webverzeichnis des Servers (bei cPanel unter „Dateien“ in „FTP-Konten“) können die benötigten Zugangsdaten für das gewählte FTP-Programm heruntergeladen und direkt in das FTP-Programm importiert werden (vom Desktop importieren).

Wenn die Webspace-Startseite bereits geöffnet ist, sollte zudem nach dem „Datenbank-Assistenten“ gesucht werden. Hier können sofort eine Datenbank und ein Datenbanknutzer eingetragen werden. Der Datenbanknutzer muss dann noch der eben erstellten Datenbank zugewiesen werden. Sämtliche Daten werden dann kopiert und gespeichert, damit sie später bei der WordPress-Installation eingetragen werden können.

FTP-Zugangsdaten ins FTP-Programm importieren, Zielverzeichnis erstellen und WP uploaden

In der Zwischenzeit dürfte auch der FTP-Zugang zum Webspace offen sein. Hier muss dann das Rootverzeichnis der betreffenden Domain geöffnet werden. Durch Rechtsklick mit der Maus lässt sich ein zusätzliches Verzeichnis erstellen, falls WordPress in ein Unterverzeichnis kommen soll. Auf der deutschen Seite von WordPress kann nun die deutsche Version heruntergeladen werden. Es ist darauf zu achten, stets die aktuelle Version auszuwählen. Nach dem Download wird die Anwendung auf dem PC entpackt und über das FTP-Programm auf den Webspace hochgeladen. Dieser Teil vom WordPress installieren kann einige Zeit beanspruchen.

Installation laut WP-Anleitung im Browser öffnen und WordPress installieren

Nach Abschluss des Uploads wird nun einfach der Link zur „wp-install.php“ zum endgültigen WordPress installieren in den Browser eingegeben. Ab der Startseite wird der Nutzer nun Schritt für Schritt durch die Installation geleitet und muss die unterschiedlichsten Daten eintragen. Unter anderem auch die zuvor gesicherten Datenbank-Zugangsdaten. Nun ist WordPress installiert. Allerdings quasi als Grundgerüst. Mithilfe verschiedener Plug-ins und Einstellungen sollten erste Anpassungen vorgenommen werden. Am wichtigsten ist aktuell ein Back-up-Plug-in. Vor jeder Neuinstallation eines weiteren Plug-ins sollte dann unbedingt ein Back-up erstellt werden, um keinesfalls Daten zu verlieren. Im Admin-Backend können außerdem unter „Einstellungen“ weitere Einstellungen vorgenommen werden.

Vorsicht bei weiteren WordPress-Updates

Sind zu einem späteren Zeitpunkt bereits verschiedene Plug-ins installiert, ist es ebenfalls zwingend notwendig, vor einem weiteren WordPress-Update eine Datensicherung durchzuführen. Nicht jeder Entwickler passt seine Plug-ins an neue WordPress-Versionen an. Das ist mit Abstand auch der größte Nachteil, den WordPress mit sich bringt. Ist ein WordPress-Blog erst einmal mit zahlreichen Artikeln und Seiten gefüllt, sollte man ein Versions-Update aus den genannten Gründen gut überlegen. Davon abgesehen ist WordPress aber eines der am einfachsten zu bedienenden CMS und damit auch optimal für Neulinge. Schon das WordPress installieren ist auch für Newbies einfach.

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